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Die Skelettküste – Namibias Schiffsfriedhof

  • Schiffswracks

  • Der trockenste Teil der Namib Wüste

  • Dünen treffen auf den atlantischen Ozean

  • Wüstenlöwen und -elefanten

  • Riesige Kolonien von Kappelzrobben, z. B. am Kreuzkap (Cape Cross) oder bei Walvis Bay

Namibia Karte - Spitzkoppe und Erongo

Die Skelettküste und Kreuzkap (Cape Cross)

Die Skelettküste ist nicht nur bei Schiffen berühmt berüchtigt.

Portugiesische Seefahrer fanden hier Ende des 15. Jahrhunderts viele Walknochen, aber kein Frischwasser. Sie nannten die Küste das „Tor zur Hölle“. Im Lauf der Zeit wurde sie zur „Skelettküste“ – wegen der vielen Schiffswracks, Knochen und Legenden.

Als Skelettküste wird die gesamte namibische Küste von Süd bis Nord bezeichnet. Das kann verwirren, weil es auch den Skelettküsten-Nationalpark gibt. Der umfasst aber nur den nördlichen Teil. Die südlichen Teile der Skelettküste werden vom Namib-Naukluft Nationalpark und vom Dorob Nationalpark geschützt – dazu weiter unten noch mehr.

Skelettküste – Am Tor zur Hölle wird heute meist geangelt

Die Skelettküste ist noch vollkommen wild.

Einzigartig!

Nur die relativ kleinen Städte Lüderitz, Walvis Bay, Swakopmund und Henties Bay liegen an Namibias 1500 km langer Küste!

Dazwischen geniessen nur Hobby-Angler an den zahlreichen Angelplätzen den Fischreichtum der Küste.

Ansonsten ist sie immer noch menschenleer und mysteriös.

Nebel an Namibias Skelettküste

Schiffswracks an der Skelettküste

Für Schiffe ist diese Küste tückisch.

Es sollen weit über 1000 Schiffe vor der Skelettküste auf dem Meeresgrund liegen. Die meisten werden für immer versunken bleiben.

Ein Sensationsfund gelang aber 2008: beim Diamantenabbau vor Oranjemund ganz im Süden wurde ein etwa 500 Jahre altes portugiesisches Schiffswrack entdeckt! Es war das am besten erhaltene ausserhalb Portugals! Und beladen war es mit Gold, riesigen Elefantenstosszähnen, Kanonen und anderen Schätzen. Welches Schiff das war, ist ein Rätsel.

Nebel, bei dem man keine Hand mehr vor den Augen sieht, Sandbänke, die ständig wandern und starke Winde machen die Navigation schwierig. Auch moderne Schiffe haben da noch ihre Probleme.

Die Zaila zum Beispiel (Bild unten) liegt ein paar Kilometer südlich der Küstenstadt Hentiesbay am Strand. Sie ist 2008 gestrandet, Rettung war nicht möglich. Heute ist sie ein berühmtes Fotomotiv. Kormorane schätzen das gestrandete Schiff sehr als Rast- und Brutplatz.

Zaila Schiffswrack an Namibias Skelettküste

Früher fand man an der Skelettküste tausende Walknochen und Holzreste von Schiffen. Aber die wurden im Lauf der Zeit alle wegetragen und sind der rauhen Witterung zum Opfer gefallen.

Da es vor den grossen Walfängerzeiten im 18. und 19. Jahrhundert viele tausend Wale an der Küste gab, gab es auch entsprechend viele Walknochen. Ab und zu werden heute immer noch Wale gesichtet.

Die Nationalparks der Skelettküste

Die Skelettküste ist auf drei Nationalparks verteilt: einer im Süden, der Namib-Naukluft Nationalpark bis Walvis Bay, und zwei im nördlichen Teil der Namib Wüste, der Dorob und der Skelettküstenpark. All diese Parks zusammen stellen einen etwa 50 km breiten Küstenstreifen unter Schutz.

  • Namib Naukluft Nationalpark: unter den Schutz dieses Parks steht der ganze südliche Teil der Namib-Wüste, von ca Lüderitz bis Walvis Bay. Die südliche Küste kann man nur in Begleitung eines lizensierten Tourveranstalters besuchen. Zugang zum Namib-Naukluft Nationalpark gibt es am Sossusvlei und an ein paar wenigen Stellen nördlich davon (z. B. Mondlandschaft, sowie am Naukluft Gebirge.
  • Dorob Nationalpark (inklusive Cape Cross): reicht von Swakopmund bis zum Ugab Tor ca 130 km nördlich von Swakopmund (siehe Bild oben – das Tor im Totenkopf-Design mit Walrippen)
    Die Städte Swakopmund, Walvis Bay, Henties Bay und Wlotzkasbaken sind vom Park ausgenommen.
  • Skelettküstenpark (inneres Rechteck auf der Karte oben): Dieser Park liegt etwa 130 km nördlich von Swakopmund und reicht vom Ugab Tor bis zum Kunene. Der Zugang zu diesem Park ist möglich bis Torra Bay. Den Teil nördlich davon kann man nur in Begleitung eines lizensierten Tourveranstalters besuchen. Oder Sie buchen sich in eine der wenigen exklusiven Lodges ein. Von hier stammen die spektakulären Bilder von im Sand versunkenen Schiffswracks, und Elefanten oder Löwen, die Dünen hinunterstapfen.
Schiffswrack an Namibias Küste

Cape Cross (Kreuzkap)

Eine portugiesische Expedition unter Diogo Cao stellte ein Steinkreuz (padrao) 1443 hier auf.

Über vier Jahrhunderte stand es dann an diesem Kap der Robben im tosenden Wind. Einheimische, die manchmal hier vorbeikamen, die sogenannten Strandloper (Strandläufer), haben sich sicher gewundert, wo das Ding plötzlich herkam. Aber diesen Teil der Geschichte hat der Wind verweht.

Was wir wissen, ist, dass der Kapitän der „Falke“ das Originalkreuz 1893 mit nach Deutschland genommen hat. Das Original ist zwar wieder in Namibia, aber am Cape Cross stemmt sich immer noch eine Kopie gegen den Wind.

Wenn Sie hier stehen, ist es auch Jahrhunderte später nicht schwierig, sich in die Portugiesen hineinzuversetzen: Für sie muss die Landung hier gewesen sein wie eine Mondlandung.

Wer heute hier aussteigt, merkt immer noch sofort zwei Dinge:

– ein lautes Blöken, Meckern und Määähen, das sogar das Tosen der Brandung übertönt

-ein Geruch, der trotz des Windes wie zementiert in der Landschaft steht

Der Ursprung von beidem sind die tausenden Kap-Pelzohrrobben.

An Land liegen sie dicht an dicht, schleppen sich etwas unbeholfen umher und übertönen sich gegenseitig.

Im Wasser geben tausende Robben-Ballerinas eine Vorführung ihrer Eleganz und Grazie – und das während die mächtige Brandung mit Kraft gegen Felsen des Festlandes kracht.

Das Wasser ist ihr Element.

Ans Kreuzkap kommen sie nur, um sich zu sonnen, sich zu paaren und von November bis Februar ihre Jungen aufzuziehen.

Sie können die Robben am Strand entlang eines Gehwegs aus nächster Nähe beobachten.

Es gibt immer etwas zu sehen und zu beobachten. Vor allem, wenn es Babys und Jungtiere gibt, würden Sie es wahrscheinlich sehr lange hier aushalten, wenn nicht der stechende Gestank wäre.

Vergessen Sie nicht, am Kreuz der Portugiesen vorbeizuschauen.

Robben am Kreuzkap (Cape Cross) in Namibia

Löwen am Strand

Von wo sonst auf der Welt gibt es Bilder von Löwen am Strand?

Die Namib Wüste, zu der auch die Skelettküste gehört, ist die Heimat der berühmten Wüstenlöwen. Die Wüstenlöwen, die fast schon ausgestorben waren, haben wieder entdeckt, dass am Strand eine riesige Futterquelle wartet: Robben. Fast eine Million Robben sollen an Namibias Küste leben. Für hungrige Löwen sind sie eine fast unerschöpfliche Not-Futterquelle.

An der Skelettküste gibt es wenige Übernachtungsmöglichkeiten. Es gibt recht zahlreiche Campingplätzen und Unterkünfte für Angler. Weniger als eine handvoll, teilweise exklusiver, Lodges verteilen sich ausserhalb der Städte über die Skelettküste.

Eine öffentliche Strasse führt entlang der Küste bis Torra Bay. Wer den Skelettküstenpark sehen will, muss eine Tour mit einem lizensierten Tour-Veranstalter buchen.

Einen Teil der Skelettküste sehen die meisten Besucher, da die Küste bei Swakopmund fast jeder auf seiner Namibia-Reise besucht.

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