Spitzkoppe und Erongo Gebirge

  • Granitlandschaft mit faszinierenden Steinformationen

  • Felszeichnungen- und Gravuren

  • Mineralien und Small Miners

Namibia Karte - Spitzkoppe und Erongo

Spitzkoppe

Die Spitzkoppe wird oft als das namibische Matterhorn bezeichnet.

Das kommt natürlich von der Form. Das Matterhorn ist mit 4478 m fast 3000 m höher als die Spitzkoppe (1728 m).

Die Spitzkoppe besteht eigentlich aus drei Bergen: der grossen Spitzkoppe, der kleinen Spitzkoppe und den Pontokbergen. Aus jeder Perspektive sieht sie anders aus, von Süden erinnert sie an einen ruhenden Drachen.

Der riesige Drache mit dem Horn auf dem Kopf entpuppt sich aus der Nähe als Stein gewordene Phantasie.

In jedem dieser Felsen steckt etwas, man muss es nur finden: Da ein Löwenkopf, dort eine aufgestochene Kaugummiblase und da ein paar Dementoren aus Harry Potter.

Wie kommt das riesige Loch in den Fels?

Was mögen die Buschleute gedacht haben, die hier hunderte Felszeichnungen hinterlassen haben?

Die Erklärung der Wissenschaft ist nicht weniger phantastisch als die Landschaft selbst:

Vor etwa 150 Millionen herrschte hier das Inferno. Magma stieg aus den Tiefen der Erde auf, kam aber nicht an die Oberfläche. Die Magma wurde unter der Oberfläche kalt. Beim Abkühlen formte sich unterirdisch Granit. Es brauchte viele Jahrmillionen in denen Wind, Regen, Hitze, Kälte die Oberfläche zersetzt und abgetragen haben. Das Resultat ist das, was wir heute sehen. Der härtere Granit wird langsam aus den Tiefen der Erde geschält.

Und weil in die aufsteigende Magma auch viele Gase eingeschlossen wurden, bildeten sich in den Gasblasen wunderbare Kristalle. Die Spitzkoppe und das Erongo Gebirge sind berühmt bei Mineraliensammlern.

Genau wie der Brandberg weiter nordwestlich, ist auch die Spitzkoppe ein sogenannter Inselberg – weil sie wie Inseln aus der flachen Landschaft ragen.

Wind und Wetter lassen auch heute den Granit nicht in Ruhe, sondern fräsen, sprengen, meisseln, hobeln all diese Formen und Gestalten heraus.

Der Felsenbogen („Rock Arch) ist das wohl berühmteste Loch in Granit. Hier hat der Wind über Jahrmillionen ein Loch aus dem Stein gefräst, wie ein Sandstrahlgebläse!

Doch die Spitzkope bietet mehr: Wer gern klettert, ist an der Spitzkoppe richtig. Profis können sich am „Matterhorn Namibias“ versuchen, der steilen Spitze, die 700 Meter aus der Umgebung herausragt.

Man kann aber auch herrlich einfach so im Granitfels herumklettern und wandern – mit der gebotenen Vorsicht natürlich und am besten morgens oder abends. Tagsüber kann die Hitze niederschmetternd sein. Wasser nicht vergessen.

Die Sonnenuntergänge hier sind übrigens grandios.

Die Spitzkoppe lässt die Phantasie blühen. Hier kann man Atem holen, staunen, ein wenig wandern, den Sternenhimmel bewundern.

Die Spitzkoppe wird sich dem richtig öffnen, der mehr Zeit hier verbringt.

Riesige Felskugel im Erongo Gebirge in Namibia

Erongo Gebirge

Gleich neben der Spitzkoppe liegt das Erongo Gebirge, noch so ein Geniestück der Natur.

Dieses Gebirge ist ein riesiger Vulkankrater, der in sich zusammengefallen ist. Seine Ränder sollen einst 8 Kilometer hoch gewesen sein (so hoch wie der Himalaya)!

Heute ist der Kraterrand mit bis zu 2,3 Kilometern noch immer ein mächtiger Schutzwall. Und dahinter öffnet sich ein Wunderland, in dem Riesen plötzlich alles liegen und stehen gelassen zu haben scheinen.

Für Naturliebhaber ist das Erongo Gebirge definitiv einen Besuch wert. All das will ja schliesslich erforscht werden:

  • Höhlen mit alten Buschmannzeichnungen – die Philipps Höhle und der berühmte weisse Elefant können besucht werden, wenn man ca 1 Stunde über die Granitlandschaft wandert
  • Bull’s Party (Bullen Party): riesige Granitmurmeln, die man auch „Wollsäcke“ nennt
  • Elefantenkopf – eine interessante Felsformation
  • Lebendes Museum der Buschleute (San) – die Kultur der Buschleute kennenlernen und sogar mit ihnen den Busch erforschen
  • viel Wild: der Erongo ist ein Traumland für Leoparden (vor denen man keine Angst haben braucht, wenn man sie in Ruhe lässt), Paviane und Kudus. Giraffen, Eland, Klipspringer, aber auch Spitzmaulnashörner leben hier – streng geschützt, denn das Erongo ist ein privates Hegegebiet.
  • Vögel: Hier hört man es oft, das scharfe Kreischen der kleinen Rosenpapageien und mit Glück zischen sie sogar wie grüne Pfeile an einem vorbei. Es könnte auch passieren, dass Adler über Ihnen kreisen oder Geier.
  • Ruhe und Einsamkeit: Das Erongo ist ein Geheimtipp.

Aus Zeitmangel düsen viele Reisende leider am Erongo Gebirge vorbei.

Wal aus Granit im Erongo Gebirge Namibia

Das Erongo Gebirge kann man am besten auf kleinen oder grösseren Wanderungen erleben!

Wal aus Granit im Erongo Gebirge Namibia

Mineralien und Small Miners

Das Erongo Gebirge ist auch voller interessanter Mineralien.

Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch bei den „Small Miners“ am Hohenstein, dem höchsten Berg des Erongos.

„Small Miners“ bedeuet „kleine Bergleute“ und ist der Name für all die Männer, die vom Staat kleine Schürfrechte erworben haben und dem Berg mit harter Arbeit ein paar kleine Schätze abringen.

Turmalin, Amethyst, Topaz, Bergkristall, Aquamarin, usw kann man dann oft am Strassenrand oder am offiziellen Verkaufsplatz am Ûiba-Ôas Crystal Market kaufen.

Man kann einige Small Miners auch direkt am Berg besuchen. In einem einfühlsamen Film können Sie mehr über die Small Miners und das Erongo Gebirge erfahren.

Die Spitzkoppe und das Erongo Gebirge liegen etwa 2-3 Stunden Fahrt entfernt von Swakopmund. Ein Tagesausflug ist daher theoretisch möglich. Aber die besondere Atmosphäre erlebt man natürlich nur richtig, wenn man sich mehr Zeit lässt. Unsere Empfehlung ist mindestens eine Nacht, besser zwei dort zu verbringen.

Es gibt wunderbare Lodges, Gästefarmen und Campingplätze sowohl direkt an der Spitzkoppe als auch im Erongo.

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