• Die Jetty in Swakopmund
  • Strandpromenade in Swakopmund
  • Hohenzollernhaus in Swakopmund

Swakopmund und Mondlandschaft

  • Hübsche Ferienstadt mit unglaublicher Lage

  • Deutsche Kolonialarchitektur und Schwarzwälder Kirschtorte

  • Viele Aktivitäten an Land, Wüste und Wasser

  • Mondlandschaft und Welwitschias

Namibia Karte - Spitzkoppe und Erongo

Swakopmund – ein deutscher Ort am Rande Afrikas?

Swakopmund ist ein wundersamer Ort.

Steigen Sie auf den Woermann Turm und machen Sie sich bewusst, wo Sie sind: Eingezwängt zwischen dem riesigen Ozean (auf der anderen Seite liegt Rio de Janeiro) und einer riesigen, wasserlosen Wüste – der Namib.

Deutscher Ort am Rande Afrikas?

Die Dünen reichen bis zum Stadteingang. Palmen wedeln im Wind. Deutsche Kolonialarchitektur beherbergt deutsche Bäcker, deutsches Bier und Schwarzwälder Kirschtorte. Auf einem Gebäude steht „Amtsgericht 1903“.

Deutsch ist Swakopmund aber nicht.

Es leben viele deutsch-sprachige hier, sie sind aber eine Minderheit. Meist sind es Nachkommen von deutschen Kolonisten, aber auch Deutsche, die ausgewandert sind. In der Tourismusindustrie spielen sie eine grosse Rolle, daher könnte man fast meinen, jeder in Swakopmund spräche deutsch. Tatsächlich ist aber Afrikaans die am meisten gesprochene Sprache im Ort.

Ausserdem prägen die Deutschen natürlich den Swakopmunder Karneval. Aber um ihm richtig Leben einzuhauchen, kommen dazu die Teilnehmer auch bis von Windhoek. Eine rein deutsche Schule gibt es schon lange nicht mehr.

Gegründet wurde Swakopmund aber von Deutschen, im Jahr 1892. Der einzige brauchbare natürliche Hafen, nämlich Walvis Bay, war von den Engländern besetzt. Man musste also eine andere Lösung finden. Die deutsche Kolonie Südwest-Afrika sollte entwickelt werden. Und dafür mussten viele Waren per Schiff aus der Heimat herangeschifft werden.

Der Hauptmann der Schutztruppe Curt von Francois wurde losgeschickt, um eine geeignete Stelle für einen Hafen zu finden. Und er fand die Mündung des Swakop Flusses. Der hiess eigentlich Tsoakhaub. Das konnte aber niemand aussprechen, also wurde daraus Swakop. Und dann eben Swakopmund.

Heute hat Swakopmund etwa 50,000 Einwohner – so genau weiss man das allerdings nicht, da es keine Meldepflicht gibt und die meisten Einwohner in den Townships leben.

Der Leuchtturm von Swakopmund

Ferienstadt Swakopmund

Swakopmund lebt zum grossen Teil davon, dass andere sich abkühlen und Urlaub machen wollen. In der Feriensaison im Dezember/ Januar kann sich die Einwohnerzahl von etwa 50,000 verdoppeln.

Das Städtchen hat Flair und Palmen, hervorragende Cafés, (Fisch-) Restaurants und Yoga Studios. Sie können Surfen, auf Wellen oder Dünen, oder Fat Bike fahren, reiten, angeln oder Fallschirmspringen. Es gibt ein interessantes Museum, ein kleines Aquarium, einen Schlangenpark, eine Kristallgallerie und vielerlei Aktivitäten rund um die Wüste und den Ozean.

Aber, man kann Swakopmund auch einfach nur geniessen. Lieben Sie es auch, das Meer zu beobachten? Am Strand stehen Bänke. Die Wellen des Ozeans spielen mit den Farben des Himmels und messen ihre Kraft mit dem Kontinent.

Namaqua Chamäleon bei Swakopmund

Swakopmund ist der Kühlschrank Namibia’s

Swakopmund ist nicht nur der beliebteste Ferienort, sondern auch der Kühlschrank Namibias. Viele Namibier kommen aus dem Inland hierher, um sich abzukühlen. Mindestens 10 Grad kühler als im Rest des Landes ist es hier meist. Sie fahren in der Hitze des Inlands los und in Swakopmund holen Sie dann Ihre Jacke raus.

Die Ursachen dafür sind das kalte Wasser des Benguela Meeresstroms und der Südwester Wind, der kalte Luft aus der Antarktis bis  hierher in die Tropen befördert.

Swakopmund ist berühmt-berüchtigt für den Nebel.

Es regnet hier fast nie. Swakopmund liegt im trockensten Teil der Namib Wüste, direkt an der Küste.

Aber wenn die kalte Luft über dem Atlantik mit der heissen Wüstenluft der Namib zusammenstösst, entsteht Nebel. Meist ist es Hochnebel, also kein Nebel, der einem die Sicht nimmt. Manchmal sieht er eher aus wie dünne, tief hängende Wolken. Manchmal streift er wie Gespensterfetzen durch die Strassen.

Der Nebel bestimmt die Stimmung in der Stadt: ist er dicht, ist es gespenstisch-mysteriös. Hat ihn die Sonne aufgelöst, strahlen Himmel und Wasser in allen Schattierungen des Blau.

Mehr über das Klima in Namibia finden Sie hier.

Sie können in Swakopmund die Zeit einfach mit Bummeln, Kaffeetrinken und auf die Wellen gucken verbringen. Es gibt aber auch mehr: ein nettes kleines Aquarium, das Museum, die Kristallgallerie, Lebende Wüste Touren, Bootstouren (Walvis Bay), Gezeiten-Safaris, Ausflüge in die Mondlandschaft, Fahrradouren ins Township Mondesa, Reitausflüge, Yoga-Stunden und und und…

Swakopmund bietet alles, vom 4-Sterne Hotel bis zur Fischerhütte. Swakopmund steht mit meist zwei Nächten auf dem Reiseplan der meisten Besucher.

  • Mondlandschaft bei Swakopmund

Mondlandschaft

Willkommen auf dem Mond.

Der beginnt nur wenige Kilometer östlich von Swakopmund.

Der Swakop Fluss hat hier über die Jahrmillionen eine Landschaft aus kahlen Steinschluchten geschaffen. Wilde Rinnen und Risse durchfräsen über Kilometer den uralten Granit. Durch Verwitterung durch Wasser, Wind und Temperaturextreme wurde aus einem uralten Gebirgsstock eine faszinieren Ödland-Lanndschaft, sogenannte Gramadullas. Schwarze Kämme aus Dolerit lassen Hügel aussehen wie Drachenrücken.

Markierungen entlang des Weges auf dem Welwitschia-Drive kennzeichnen interessante Geheimnisse der Mondlandschaft für den Besucher, der Sie findet:

  • Welwitschias (ein lebendes Pflanzen Fossil, das es nur in der Namib gibt),
  • Flechten,
  • 100jährige Ochsenwagenspuren,
  • Talerbüsche,
  • Kameldornbäume,

Der Swakop ist einer der grossen Trockenflüsse Namibia’s. Vor vielen Millionen Jahren führte er permanent Wasser, viel Wasser. Und dieses Wasser hat diese unglaublich bizarre Landschaft geschaffen. Ein tolles Erlebnis ist auch eine Fahrt im im Geländewagen im Swakop flussaufwärts. Manchmal werden Sie sich hier fühlen, als wären Sie einige Millionen Jahre zurückversetzt worden.

PS: Es gibt Gerüchte, die Mondlandung hätte in Wirklichkeit hier stattgefunden.

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