Was ist die beste Reisezeit für Namibia? Gibt es nicht. Alle Jahreszeiten in Namibia haben ihren Reiz.

Stellen Sie sich die Frage lieber so: wann möchte ich nach Namibia reisen?

Es kommt nämlich ganz darauf an, was Sie möchten und wohin Sie reisen wollen. Ausserdem denken wir, dass man Namibia am besten zu jeder Jahreszeit gesehen haben sollte.

Unsere Erfahrung ist, dass Europäer das Klima in Namibia generell recht gut vertragen.

Es kann heiss werden in Namibia, Sommer wie Winter. Aber Hitze ist hauptsächlich dann schlecht verträglich, wenn die Luft feucht ist. Namibia ist ein trockenes Land. Die Luftfeuchtigkeit liegt in Namibia aber oft nur bei um die 30% oder in der Trockenzeit auch darunter. Durch die Trockenheit vertragen viele Menschen Temperaturen von 30° oder mehr besser, als in anderen heissen Ländern mit höherer Luftfeuchtigkeit.

Wir lesen immer wieder, die beste Reisezeit für Namibia seien Juli bis September. In Etosha kann man dann tatsächlich oft sehr gut Tiere beobachten. Aber in anderen Gegenden sieht man vielleicht gar nichts, wenn das Land sehr ausgedörrt ist. Ausserdem sind das die Monate der Hochsaison. Viele Unterkünfte sind voll und sehr früh ausgebucht.

Auf der Suche nach der für Sie besten Reisezeit für Namibia informieren Sie sich am besten zunächst über das Klima in Namibia.

Nun haben Sie schon mal einen generellen Eindruck, was Sie wann erwartet.

Und was sind nun die Vor- und Nachteile der verschiedenen Jahreszeiten in Namibia? Das sind unsere Gedanken dazu:

Beste Reisezeit - Die Jahreszeitn in Namibia

März/ April/ Mai – Ende der Regenzeit und Anfang des Winters

  • Die Tage werden kürzer, es ist abends aber noch relativ lange hell (ca 6-7 Uhr – Anfang April wird derzeit die Uhr noch eine Stunde zurückgestellt)

  • Nebensaison – ausser während der Osterferien normale Besucherzahlen

  • Zumindest im März kann man abends noch angenehm draussen sitzen

  • Wenn der Regen nachlässt, kommen die Tiere wieder zu den Wasserlöchern und können daher besser fotografiert und beobachtet werden

  • Nach einer guten Regenzeit ist das Land wunderschön grün

  • Bei wolkenverhangenem Himmel lässt sich schlecht Sterne gucken

  • Nach einer guten Regenzeit kann es sein, dass in Etosha weniger Tiere zu den Wasserlöchern kommen. Es gibt aber Insider- Tips dazu!

  • Besonders beim Campen muss man auf Regenschauer gefasst sein (März und April).

  • Ab Mai wird es merklich kühler

  • Blühende Pflanzen (vor allem das Federgras) können Heuschnupfen auslösen

Gute Monate für: Botanik, Vogelbeobachtung, Jungtiere sehen, Fotografie

Juni/ Juli/ August/ September – Winter und Anfang des Sommers

  • Es wird abends relativ früh dunkel (ca 5 – 6 Uhr – Anfang September wird derzeit die Uhr wieder eine Stunde vorgestellt)

  • Nebensaison im Juni mit geringeren Besucherzahlen und günstigeren Preisen

  • Die Akazien fangen Ende August an zu blühen

  • Die Tiere müssen wieder zu den Wasserlöchern kommen, um zu trinken. Dort können sie besonders in Etosha besser fotografiert und beobachtet werden

  • Besonders im Juni und Juli sind die Nächte klar und lang und tagsüber ist der Himmel meist strahlend blau

  • Ab August kann durch Brände und aufgewirbelten Sand viel Staub in der Atmosphäre sein, so dass die Farben blasser sind

  • Es kann insbesondere nachts und frühmorgens sehr kalt sein – besonders bei Wildbeobachtungsfahrten in offenen Safarifahrzeugen ist warme Winter-Kleidung nötig

  • Hochsaison ab Mitte Juli bis ca November mit den höchsten Besucherzahlen im August und September, langes Vorausbuchen ist nötig

  • Teuerste Reisezeit Juli bis November

Gute Monate für: Campen, Wildbeobachtung, Astronomie, Juni&Juli&August Fotografie, Reisen in den Nord-Osten (Zambezi Region) und Botswana, alle, die Hitze schlecht vertragen (Mai bis August)

Oktober bis Februar – Sommer und Regenzeit

  • Die Tage werden wieder länger, abends ist es bis ca 7-8 Uhr hell

  • Es ist landesweit heiss bis warm mit warmen Abenden und lauen Nächten

  • Ab Dezember generell günstigere Übernachtungspreise (ausser Swakopmund da Hochsaison im Dezember und Januar)

  • Besonders in guten Regenzeiten kann es starke Schauer geben (unangenehm vor allem beim Camping). Riviere können fliessen und Strassen unpassierbar machen oder aufweichen.

  • Besonders im Norden und Nord-Osten höchstes Riskio für Malaria

  • Besonders wenn der Regen auf sich warten lässt, kann es in einigen Landesteilen sehr drückend heiss und auch schwül werden

Gute Monate für: Fotografie, Reisen an die Küste und Gebiete im Einflussbereich des Südwester-Windes (bis zu 80 km von der Küste), Wassersport (z. B. Surfen), Segelfliegen und Paragliding (besonders Februar), für alle die leicht frieren und/ oder auch Hitze gern haben, Kite-Surfing (September bis Januar)

Fazit

Unserer Meinung nach sind die Monate April, Mai, Oktober und Dezember die besten Monate, um Namibia zum ersten Mal kennenzulernen. Je nachdem, ob man es wärmer oder kühler mag, sollte man im April/ Mai (kühler) oder Oktober/ Dezember (wärmer) reisen.

Für den Nord-Osten (Zambezi-Region) sind die Monate Juni bis Oktober zu empfehlen, weil es dort während der Regenzeit feucht-heiss sein kann.

Tip: der Dezember kann ein sehr schöner Monat sein fürs Campen – es regnet normalerweise nicht oder wenig, es ist abends und nachts mild bis warm und die Temperaturen können relativ angenehm sein, insbesondere im Einflussgebiet des Südwester-Windes (bis zu 80 km von der Küste), die Luft ist oft klar und Tierbeobachtungsmöglichtkeiten normalerweise gut.