Bewusstes Reisen2017-11-27T20:29:06+00:00

Bewusstes Reisen mit Mehr Namibia

„Aufgabe des Lebens, seine Bestimmung ist Freude. Freue dich über den Himmel, über die Sonne, über die Sterne, über Gras und Bäume, über die Tiere und die Menschen.“ ―Leo Tolstoi

Schattenspiele auf Granit
Yoga in Namibia
Freundliche Menschen in Namibia
Wanderer in der Namib

In 12 Tagen kann man in Namibia viel sehen, man kann ein paar Tage dranhängen und sogar noch Botswana mitnehmen.

Aber macht Ihnen das Freude? Oder möchten Sie lieber mehr erleben und auch mal Zeit haben, einfach nur zu geniessen und die Seele baumeln zu lassen?

Bewusst zu reisen ist besser für das Land, die Leute, die Natur und für Sie!

Verantwortlich vs bewusst Reisen

Meist wird über verantwortliches oder nachhaltiges Reisen, oder Ökotourismus gesprochen. Das klingt ein wenig nach Gesundheitslatschen, CO2 Ausstoss und unangenehmer Pflicht. Man bezahlt einen Ablass für den Flug, der ja Klimagase verursacht, damit irgendwo Bäume gepflanzt werden. Man spendet für ein Schulprojekt und im Hotel benutzt man das Handtuch mehr als einmal. Das ist alles sehr löblich, aber es verändert nicht viel und Ihre Reise wird dadurch auch nicht interessanter.

Wir nennen es lieber bewusstes Reisen.

Und bewusstes Reisen bedeutet für uns, mehr zu erleben: Steigen Sie aus dem Auto aus, spüren Sie den Sand und den Wind, nehmen Sie wahr, was sonst übersehen wird. Gehen Sie auf neue Erfahrungen und Begegnungen zu, erleben Sie Abenteuer. Bewegen Sie sich in der Natur. Leben Sie im jetzt. Und geben Sie zurück.

Sie hinterlassen mehr als Fussabdrücke

Jede Reise hinterlässt Spuren, meistens denken wir an die negativen, z. B. den langen Flug, der Luftverschmutzung und Treibhausgase verursacht.  Denken wir stattdessen positiv: Ihre Reise hier in Namibia kann zum Beispiel dazu beitragen,

  • (fair bezahlte) Arbeitsplätze und Geschäftsmöglichkeiten für die Einheimischen zu schaffen
    In Namibia schafft der Tourismus fast 100,000 Arbeitsplätze und viele ehemals benachteiligte Namibier haben sich mittlerweile als Unternehmer im Tourismus etabliert (z. B. durch von der lokalen Gemeinschaft betriebene Lodges oder Campingplätze)

  • den Stolz auf die eigene Kultur zurückzugeben (weil Sie kommen, um die Kultur zu erleben)
    Ein Beispiel sind die Lebenden Museen, in denen zum Beispiel Buschleute eigenverantwortlich ihre Kultur vorstellen

  • der Natur und den Tieren einen Wert zu geben, so dass sie geschützt werden
    In Namibia gibt es „Conservancies“ (Hegegebiete), in denen die Einheimischen ihr Land gemeinschaftlich und nachhaltig nutzen können. In vielen Hegegebieten ist der Tourismus aufgrund der Landschaft und/ oder Wildtiere dort eine wichtige Einkommensquelle.

  • die Wilderei zu reduzieren
    Wenn der Tourismus Arbeitsplätze schafft und Lebensgrundlagen sichert, besteht ein Interesse, die Tiere, die ja die Besucher anziehen, zu schützen

  • ein Gegengewicht zu zerstörerischeren Formen der Landnutzung zu schaffen, z. B. Bergbau
    Tourismus hat negative Auswirkungen, z. B. wegen des Wasserbrauchs, aber ist wesentlich nachhaltiger als z. B. der Uranabbau

Wenn Reisen den Einheimischen Chancen bietet, dann hinterlassen Sie mehr als Fussabdrücke und dann werden auch Sie mehr erleben.

Made in Namibia – Tafel Lager statt Heineken

Tafel Lager Bier auf einer Düne im Sonnenuntergang

Haben Sie schon mal versucht, nur Lebensmittel zu essen, die nicht von Nestle oder einem anderen Konzern kommen? Nicht so einfach. Aber es ist der Schlüssel, um ein Land besser kennenzulernen und mehr zu bewirken.

Wenn Sie Tafel oder Windhoek Lager trinken statt Heineken unterstützen Sie die namibische Wirtschaft, schaffen Arbeitsplätze und trinken leckeres nach dem Reinheitsgebot gebrautes Bier.

Wenn Sie einem Strassenverkäufer eine Makalani-Nuss abkaufen, geben Sie ihm die Würde nicht betteln zu müssen und bekommen ein echt namibisches Souvenir.

Geschnitzte Nuss von der Makalani Palme als Schlüsselanhänger

Wenn Sie eine Lodge oder Gästefarm besuchen, die Namibiern gehört (und nicht einem ausländischen Unternehmen) und die Namibier zu fairen Bedingungen beschäftigt, dann fördern Sie Namibia’s Wirtschaft. Und Sie haben freundliche Gastgeber, die mit dem Land verbunden sind und entsprechende Geschichten zu erzählen haben.

Wenn Sie mit einem lokalen Guide eine Tour oder Safari unternehmen, schaffen Sie Arbeitsplätze und kommen in Kontakt mit Einheimischen und deren Wissen und Erfahrungen.

Diese Liste lässt sich fortführen. Noch immer werden mehr als 70% aller in Namibia verkauften Güter aus dem Ausland, vor allem Südafrika importiert. Kein Wunder, dass je nach Herkunft der Statistik 30-50% der Namibier arbeitslos sind.

Es ist nicht leicht, namibische Produkte zu finden. Auch bei den Unterkünften ist es nicht einfach, zu wissen, wie die Arbeitsbedingunen sind und wem die Lodge gehört. Aber es gibt viele kleine Unternehmen, die tolle Dinge herstellen. Und es gibt Erlebnisse, die nicht im Hochglanzprospekt stehen. Wir suchen ständig für Sie nach solchen Produkten und Erlebnissen Made in Namibia.

Respekt gegenüber Menschen und Natur

Es versteht sich von selbst, dass es zum bewussten Reisen gehört, sich wie ein Gast zu benehmen und die Gastgeber und das Land zu respektieren. Es ist nicht immer einfach einzuschätzen, was ok ist und was nicht. Ein guter Anhaltspunkt ist, wie man selber dazu stehen würde. Wenn eine Touristengruppe Sie ohne Sie zu fragen vor Ihrem Haus fotografiert, wäre das ok?

Natürlich respektieren wir die Tiere und Pflanzen und tun nichts, was schädlich für sie sein könnte oder sie in ihrem natürlichen Verhalten stören würde.

Zum Glück kann man in Namibia weder Elefanten reiten noch Löwen knuddeln – denn das sollte ein bewusst Reisender niemals tun. Sind Tiere in Gehegen ok? Wenn dann, am besten nur in Zusammenhang mit einem anerkannten Projekt zur Erforschung und zum Schutz der Tiere. Wir beraten Sie gern.

In Namibia sollte man ausserdem immer darauf achten, möglichst wenig Wasser und Strom zu verbrauchen und seinen Müll nach Möglichkeit immer in die nächste Stadt mitzunehmen. Mit dem Fahrzeug sollte man niemals von den Wegen abweichen, da dabei kleine Tiere getötet und der Boden verdichtet wird  (im trockenen Klima Namibia’s erholt sich der Boden oft in Jahrzehnten nicht).

Raus aus der Komfortzone

Reifenwechsel in einer Kuhherde

Wenn der Weg plötzlich endet und stattdessen eine Kette den senkrechten Fels entlangführt, dann schüttet der Körper Adrenalin aus. Wir kommen raus aus dem gewohnten Trott. Und genau das sorgt dafür, dass wir fokussiert sind und uns lebendig fühlen wie sonst nie.

Das heisst jetzt nicht, dass Sie sich senkrechte Ketten hinunterhangeln oder Fallschirmspringen müssen. Aber tun Sie doch mal was, was Sie sonst nicht tun!

Weniger ist mehr – Zeit zum Geniessen und Bewegen

Im Sand versteckte Zwergpuffotter
Kleine Sukkulente auf den Geröllflächen der Namib

Auf dem Bild links ist eine Schlange.

Haben Sie sie gefunden?

Nicht?

Die Zwergpuffotter vergräbt sich im Sand und wartet geduldig, bis eine potentielle Mahlzeit vorbeikommt. Entdecken kann sie nur ein geschultes Auge, und man braucht Zeit und Achtsamkeit.

Viele Besucher Namibia’s sind erstaunt, was es alles zu entdecken gibt, wenn man genau hinschaut. Das geht natürlich nicht im Vorbeifahren. Am besten steigt man auch mal aus dem Auto aus, und geht ein Stück zu Fuss. Denn dann kann man viele der erstaunlichen Tiere und Pflanzen entdecken, die sich auf so faszinierende Weise auf die harschen Lebensbedingungen in Namibia angepasst haben. Und nebenbei kann man beim Wandern wunderbar entspannen und abschalten.

Wenn Wandern nichts für Sie ist, dann vielleicht ein Spaziergang oder eine Yoga Stunde?

Die gelassene Ruhe, Unendlichkeit und Energie, die viele Landschaften in Namibia ausstrahlen, lassen sich auch nicht im Vorbeifahren spüren. Man muss Zeit zum Verweilen haben. In Namibia sind die Entfernungen gross. Je mehr man sehen will, desto mehr Zeit muss man im Auto verbringen.

Weniger ist mehr. Vor allem in Namibia.

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