• Christuskirche in Windhoek Namibia
  • Zentrales Namibia Wilde Berge im Khomas Hochland in Namibia
  • Sicht auf Windhoek

Windhoek und das Khomas Hochland

  • Hauptstadt Namibia’s

  • Beste Einkaufsmöglichkeiten in Namibia

  • Kolonialgebäude und das Township Katutura

  • Wanderungen, Berge des Khomas Hochland

Namibia Karte - Spitzkoppe und Erongo

Windhoek

Windhoek ist nicht Paris. Nach einer etwa halb- bis maximal zwei-stündigen Stadtrundfahrt hat man für den Hausgebrauch das Meiste gesehen. Es sei denn, man ist weitergehend interessiert.

Die Hauptstadt Namibia’s hat um die 400,000 Einwohner. Keiner weiss es genau, da es keine Meldepflicht gibt. Nur etwa 100,000 leben in den als wohlhabend angesehenen Stadtteilen. Der Rest wohnt in den ehemaligen Townships Katutura, Wanaheda, Greenwell Matongo, etc und den neuen informellen Blechhüttensiedlungen. Aber es gibt keine Slums. Noch schafft es die Stadtverwaltung einigermassen, die Stadtentwicklung in geordneten Bahnen zu halten.

Windige Ecke

Windhoek bedeutet auf Afrikaans windige Ecke. Besonders im Frühjahr, also September und Oktober blasen Winde oft sehr kräftig um jede Ecke. Aber die Stadt hat auch andere Namen. Gegründet wurde sie offiziell vom deutschen Hauptmann der Schutztruppe Curt von Francois im Jahre 1891. Aber da gab es den Ort schon. Die Namas (namibischer Volksstamm) nannten ihn AiGams, heisses Wasser. Kaum noch jemand weiss, dass in Windhoek einst starke heisse Quellen sprudelten. Die Hereros, ein anderer Volkststamm, nannten den Ort Ojtimuse, was Platz des Dampfes bedeutet.

Windhoek wächst wegen Landflucht

Die Stadt wächst jedes Jahr um 5-6%. Das bringt enorme Probleme mit  sich. Aber wem ist es zu verdenken, dass er versucht, der Armut auf dem Land zu entfliehen und in der Stadt das Glück zu suchen?

Mit der wachsenden Bevölkerung und auch teilweise wachsendem Wohlstand ist auch die Zahl der Autos sprunghaft gestiegen. Es gibt keine nennenswerten öffentlichen Verkehrsmittel, so dass tausende Taxis täglich die Menschen aus Katutura zu ihren Arbeitsstätten ins Zentrum und in die anderen Vororte bringen. Während der Stosszeiten kann dies durchaus zu Staus führen, die 10minütige Wartezeiten bedeuten können. Für Namibier ein absoluter Wahnsinn. Für Menschen aus anderen Erdteilen, fast entspannend wenig Verkehr. Anssichtsache. Ausserhalb der Stadt kann es ja schliesslich passieren, dass man stundenlang niemandem begegnet.

Das Deutsche an Windhoek

Oft liest man, Windhoek sei sehr deutsch. Naja. Manches Deutsche wird in der Tat noch zelebriert, wie z. B. das Bier, Wurst, es gibt sogar ein Oktoberfest mit einer bayrischen Oktoberfestband und richtigen Bierkrügen. Ausserdem gibt es den Karneval. Aber die deutsche Kolonialarchitektur, so hübsch sie ist, sieht mittlerweile neben den grossen modernen Gebäuden fast mitleidig aus. Und deutsch als Sprache lässt sich nur gelegentlich ausmachen. Nur ein Bruchteil der Bevölkerung spricht noch deutsch.

Es ist Ansichtssache, ob man Windhoek besuchen muss. Im Endeffekt ist es eine Stadt wie jede andere, aber sie ist das wichtigste Zentrum Namibia’s. Um Namibia kennenzulernen, muss man wohl auch die Hauptstadt zumindest etwas kennenlernen.

Katutura (Der Ort an dem wir nicht leben wollen)

Im Stadtteil Katutura lässt sich ein ganz und gar anderes Windhoek kennenlernen. Während Windhoek sehr europäisch wirkt, ist Katutura gänzlich anders. Die Häuser sind kleiner (oft sind es Hütten), aber auch bunter, wimmelnder und fröhlicher.

Katutura wurde Ende der 50er Jahre von der damaligen Apartheidsregierung geschaffen. Alle nicht-Weissen wurden zwangsweise aus der Stadt nach Katutura umgesiedelt. Katutura liegt etwa 5 km weit ausserhalb des Stadtkerns. Die Idee war eine getrennte Entwicklung der „Rassen“. Nicht-Weisse sollten nur zur Arbeit nach Windhoek kommen, und ansonsten im für sie geschaffenen Township Katutura leben. Obwohl in Katutura feste Häuser mit sanitären Anlagen und anderen modernen Annehmlichkeiten geschaffen wurden, wollten die Menschen wollten nicht dorthin. Es kam zu Aufständen, die niedergeschlagen wurden. Es war der Anfang des Unabhängigkeitskampfes in Namibia.

Windhoek hat exzellente und charmante Unterkünfte, eine breite Auswahl guter Restaurants, kleine Museen und Galerien und gute Souvenirläden.

Khomas Hochland

Windhoek hat auch eine interessante Lage. Auf dem Grund eines uralten Meeres haben sich die Berge hervorgehoben, auf denen Windhoek liegt: das Khomas Hochland, die Auas Berge, die Otjihavera Berge. Daher liegt Windhoek auf einer Höhe von etwa 1700 Metern!

Auf dieser Höhe läge in nördlicheren Breiten ganzjährig Schnee. Aber Windhoek liegt in den Tropen, Schnee gibt es nie. In Windhoek hat es auch im Winter tagsüber meist 15-20 Grad, aber nachts kann es stundenweise klirrend kalt werden. Die Nachte sind im Winter meist recht kühl bis kalt und die kaum isolierten Häuser kühlen mächtig aus. Zum Aufwärmen geht man daher in Windhoek im Winter oft nach draussen in die Wintersonne.

Der Glimmerschiefer erzeugt rund um Windhoek im Khomas Hochland schroffe Landschaften. Strassen verlassen Windhoek in jede Himmelsrichtung. Schnell erreicht man dann offenes Farmland. Fährt man Richtung Westen, führen die Schotterpisten tief hinein ins gebirgige Khomas Hochland.

In der Umgebung von Windhoek lassen sich durchaus ein paar Tage verbringen mit

  • Wandern (es gibt Wandertrails von einigen Stunden bis Tagen)
  • Mountainbiking
  • Wellness, Yoga, Spas und Thermalbädern
  • Bogenschiessen im Naturparcours
  • Reiten
  • Sternenbeobachtung in kleinen Observatorien
  • Wild- und Vogelbeobachtung
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