• Namibia Dünen Dead Vlei
  • Namibia Springböcke auf Düne
  • Weites Tal zwischen den Dünen auf dem Weg zum Sossuslvei

Sossusvlei, Dead Vlei und Sesriem Canyon

  • Dünen in der Namib Wüste

  • Weltnaturerbe Sandmeer, lebende Wüste

  • Älteste Wüste und höchste Dünen

Namibia Karte - Spitzkoppe und Erongo

Sossusvlei und Dead Vlei

Das Sossusvlei und das Dead Vlei sind wahrscheinlich die berühmtesten Plätze in Namibia.

Die Bäume im „Dead Vlei“ sind seit mindestens 700 Jahren tot.

Sie recken ihre kahlen Äste in die Höhe, als ob sie beim Tanzen erstarrt wären. Mindestens 1000 Jahre lang hat ihnen der Tsauchab Trockenfluss Wasser gebracht. Doch dann haben die Dünen dem Fluss den Weg versperrt und er musste sein Bett ändern. Nun bringt der Tsauchab sein Wasser alle 5-20 Jahre nicht mehr ins „Dead Vlei“, sondern ins „Sossusvlei“, die „Lehmsenke (=vlei) des blinden Flusses (=Sossus)„. Ganz Namibia ist dann verzückt vor Freude.

Den Ozean erreicht der Tsauchab nicht mehr. Vor 60,000 Jahren ist der Tsauchab zum letzten Mal in den Atlantik geflossen. Heute schneidet ihm das Dünenmeer ca 55 km vor der Küste den Weg ab und lässt ihn im Sossusvlei im Sand versickern.

Auf dem Weg zum Sossusvlei und Dead Vlei erheben sich links und rechts des Weges bis zu 300 Meter hohe Dünen wie Pyramiden. Rümpfe von Bergen, die aus einer Zeit stammen, in der es noch lange keine Menschen gab, ruhen dazwischen in ihrer Ewigkeit.

Stellen Sie sich vor, Baden-Württemberg wäre von Sand bedeckt. So gross ist nämlich die Fläche zwischen Lüderitz und Walvis Bay, die von Sand überflutet ist – die südliche Namib besteht aus einem Dünenmeer. Und das alles ist Teil des Namib-Naukluft Parks und UNESCO Weltnaturerbe, das nur hier im Tal des Tsauchab zugänglich ist.

Das Sossusvlei ist für die Meisten ein „Must-See“. Das heisst, dass es vor allem in der Hochsaison durchaus passieren kann, dass Sie in und um das Sossusvlei auf viele Menschen und Fahrzeuge treffen.

Dieser „Ort, an dem nichts ist“, denn das bedeutet das Wort Namib, ist voller Leben. Achten Sie auf die Spuren im Sand. Zu sehen sind die Käfer, Eidechsen, Geckos, Schlangen, Chameleons, Hasen, Schakale, etc tagsüber kaum. Die meisten Tiere hier sind nachts aktiv. Ausser zum Beispiel dem Sandtaucher. Diese Eidechse macht genau das, was wir tun würden, wenn wir barfuss in 70 Grad heissen Sand stehen: Immer wieder ein Beinchen anheben, um der Hitze zu entgehen. Thermo-Tanz nennt man das.

Wir Menschen steigen auf eine Düne und ziehen uns dann in die klimatisierte Kühle unserer Fahrzeuge zurück. Wer hier aber dauerhaft überleben will, muss sich anpassen.

Der Sand kann bis zu 70 Grad heiss werden (daher sind offene Schuhe nicht zu empfehlen). Die Temperaturen können extrem schwanken – tagsüber sengende Sonne, nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt. Und Wasser ist hier fast so rar wie Wein von Mouton Rothschild. Oft sorgt der kühle Wind vom Atlantik für erträgliche Temperaturen. Doch spätestens um die Mittagszeit kann es vor allem im Sommer backofen-heiss sein.

Früh aufstehen, genügend Zeit einplanen, rauf auf die Düne!

Die Morgenstunden werden generell als die beste Zeit angesehen, Sossusvlei zu besuchen, oder spät nachmittags. Dann sind die Farben besonders eindrucksvoll und die Sonne zieht scharfe Kanten auf dem Dünenkamm. Das Licht ist dann am besten zum Fotografieren.

Eine geteerte Strasse führt von Sesriem aus ca 65 km in das Tal der Dünen. Die letzten 5 km bis zum Sossusvlei muss man im Flussbett des Tsauchab zurücklegen. Die Fahrt durch den Dicksand ist ein Abenteuer, das nur 4×4 Geländewägen und erfahrene Fahrer schaffen. Immer wieder müssen Fahrzeuge aus dem tiefen Sand gezogen werden. Es stehen Shuttles zur Verfügung, oder hart Gesottene können laufen. Die letzten etwa 500 Meter zum Dead Vlei müssen dann alle durch den Sand laufen.

Für den Besuch von Sossuslvlei und Dead Vlei sollten Sie mindestens einen halben Tag zur Verfügung haben.

Verpassen Sie es nicht, am besten barfuss, auf eine Düne zu steigen (morgens, wenn der Sand noch kühl ist). Ob es Düne 45 (auf halbem Weg zum Sossusvlei an der Strasse), Big Mamma (hohe Düne am Sossusvlei) oder Big Daddy (die höchste Düne am Dead Vlei) sein soll, hängt von ihrer Fitness, Temperaturempfinden und Zeit ab. Düne 45 oder Big Mama lassen sich auch bei mässiger Fitness und knappem Zeitkonto einschieben (Aufstieg etwa 0,5 Stunden, Abstieg etwa 3 Minuten), Big Daddy ist dann schon eher etwas für die besser Vorbereiteten (Aufstieg etwa 1,5 Stunden, 5 Minuten Abstieg). Ein unbeschreiblicher Ausblick belohnt in jedem Fall.

Es gibt hier viele Lodges, Gästefarmen und Campingplätze. Einige wenige liegen direkt am Parkeingang, von den meisten muss man einen gewissen Anfahrtsweg in Kauf nehmen. Aber nur als Gast der staatlichen Lodge innerhalb des Parks oder auf dem Sesriem Campingplatz, kann man sich vor bzw nach Sonnenuntergang im Park bewegen. Alle anderen müssen dann den Park verlassen.

Übrigens: Der NamibNaukluft Park ist das grösste Naturschutzgebiet in Afrika, und das viert-grösste der Welt!

Sesriem Canyon

Unter Canyon stellen Sie sich einen riesgen Graben vor, und nun stehen Sie an diesem schmalen Spalt, einige Meter breit. Die Wände fallen senkrecht hinunter in die Tiefe. Bis zu sechs Riemen tief, also etwa 30 Meter. Auf Afrikaans bedeutet „ses“ sechs und „riem“ Riemen. Beim Tränken der Ochsen mussten die Siedler hier sechs Riemen aneinanderbinden, um Wasser für die Ochsen heraufzuholen. Daher der Name.

Es ist wahrscheinlich Mittag, wenn Sie hierherkommen, denn der Sesriem Canyon wird meistens im Anschluss an das Sossusvlei besucht. Meist ist es um diese Zeit ziemlich heiss. Und jetzt da hinunter laufen? Vielleicht hilft Ihnen bei der Entscheidung, dass der Sesriem Canyon eine natürliche Klimaanlage hat. Unten in der engen Schlucht gibt es viel Schatten und vielleicht pfeift ein kühlender Wind durch den Kanal. Wenn Sie bis zum Ende wandern, werden Sie vielleicht durch den Anblick von Wasser belohnt, das sich hier in den Kolken viele Monate hält. Auf jeden Fall blicken Sie aber hinauf auf 20 Millionen Jahre Erdgeschichte. Solange hat der Tsauchab nämlich gebraucht, um sich hier in sein eigenes Bett einzugraben.

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