• Elefanten in der Zambezi Region in Namibia
  • Szene aus dem ländlichen Namibia
  • Fischer mit Mokoro im Caprivi Streifen Namibia
  • Büffel im Bwabwata Nationalpark Namibia

Die Kavango und Zambezi Region (Caprivi-Streifen) – der grüne Nord-Osten

  • Grosse Tierherden (Büffel, Elefanten, Hippos)

  • Fliessende Flüsse, hohe Bäume

  • Ländliches Afrika

  • Wunderschöne, wenig besuchte Nationalparks mit grandioser Tierwelt (Elefanten, Büffel, Rappen- und Pferdeantilopen, Lechwe-Antilopen, Krokodile, Hippos, etc etc)

Namibia Karte - Spitzkoppe und Erongo

Kavango und Zambezi Region (Caprivi-Streifen)

Die Kavango und Zambezi Regionen (früherer Name Caprivi-Streifen) ähneln dem berühmten Okavango Delta in Botswana. Hier im Caprivi-Streifen finden Sie Namibia’s grünen Nord-Osten. Es gibt grosse Elefanten- und Büffelherden, viel grün, hohe Bäume und Flüsse!

Namibia hat fünf permanent fliessende Flüsse, drei davon fliessen hier: der mächtige Zambezi, der Linyanti (in Botswana heisst er Chobe) und der Kavango (in Botswana heisst der Okavango). Die anderen beiden Flüsse sind der Kunene im Nordwesten an der Grenze zu Angola, der andere der Oranje an der Grenze zu Südafrika. Alle anderen sind Trockenflüsse, also Flüsse, die nur fliessen, wenn es in ihrem Einzugsgebiet geregnet hat, z. B. der Ugab, der Huab oder der Kuiseb.

Der frühere Name Caprivi-Streifen ist zwar eine kolonialer Name, aber er ist immer noch sehr gebräuchlich. Auch die Menschen der Region und in Namibia bezeichnen die Gegend oft selbst noch so. Jeder weiss, was gemeint ist. Daher werden wir der Einfachheit halber auch diesen Namen verwenden.

Willkommen in Afrika

Willkommen in Afrika. Spätestens in Rundu wird Ihnen klar, dass Sie bisher gar nicht in Afrika waren. Zumindest nicht in einem Afrika wie diesem. Denn hier entspricht alles viel mehr den gängigen Klischees von Afrika: Hütten, Ziegen, Rinder, Hunde, viele Menschen, Waren und auch Müll, alles entlang der Strasse. Zuvor gab es eingezäunte Aufgeräumtheit. Nun herrscht ein buntes Treiben. Die Zäune fehlen hier. Stattdessen nesteln hier kleine Basthütten-Dörfer unter riesigen Jackalberry-Bäumen. Auf den Feldern dazwischen wächst Mahangu oder Mais, zwischendrin auch mal Bäumchen wie der „Corky Monkey Orange“ (Strychnos spinosa – seine Früchte sind eine Delikatesse).

Und hier gibt es sie: die grossen Elefanten- und Büffelherden. Auch Löwen und sogar Wilde Hunde gibt es noch. Und hohe Bäume an fliessenden Flüssen. Diese Flüsse sind weitestgehend ungezähmt. Während der Trockenheit grasen in den Überschwemmungsgebiet die Antilopen, Elefanten und Rinder. Während der Regenzeit werden sie überflutet.

Diese Wasserwelten erleben Sie idealerweise mit einem Mokoro (kleines Kanu lokaler Bauweise mit sogenanntem „Poler“ – der das Kanu steuert und antreibt). Oder mit einem kleinen,möglichst leisen Motorboot.

Es ist still, das Wasser glitzert und plätschert, Sie hören den Ruf des Schreiseeadlers. Auf den Seerosen schreitet ein Blatthünchen (Jacana) übers Wasser. Der Guide deutet nach vorn auf die Hippos im Wasser, denen Sie sich vorsichtig nähern. Sie beobachten sie eine Weile aus respektvollem Abstand, dann folgen Sie wieder dem Fluss… Ein einzigartiges Naturerlebnis!

Die Menschen und Kulturen des Caprivi Streifens

Vor Jahrhunderten haben sich einige Bantu-Stämme aus Zentralafrika hier niedergelassen. Sie haben den enormen kulturellen Reichtum dieser Region begründet. Viele unterschiedliche Stämme leben hier: Hambukushu, Mafwe, Kavangos,Losi, Ju/’Hoansi, Mbunza, und viele mehr.

Die Menschen hier leben mit dem Land. Subsistenzlandwirtschaft ist die Lebensgrundlage vieler Menschen hier. Sie halten Vieh, vor allem Rinder und Ziegen und bauen ihr eigenes Getreide an. Oft ist es Mahangu, eine Form von Hirse, die sehr widerstandsfähig und gut an die Bedingungen angepasst ist. Ausserdem gibt es viele Arten von Bohnen, Spinat und Früchten. Die extrem leckere Monkey Orange, sollten Sie auf keinen Fall verpassen, wenn diese gerade reif sind. Ausserdem wird hier Fisch gegessen. In Märkten können Sie den ganzen kulinarischen Reichtum der Region bewundern.

In sogenannten Lebenden Museen stellen einige Stämme ihre Kultur vor. Lebende Museen sind eine tolle und entspannte Möglichkeit die Menschen Namibia’s  und ihre Kulturen kennenzulernen.

Die Erlebnisse in den Nationalparks im Nordwesten Namibia’s sind mit dem Okavango Delta vergleichbar! Die Lodges und Unterkünfte in Namibia sind oft günstiger und leichter zu erreichen.

  • Elefant beim Trinken im Bwabwata Nationalpark
  • Mokoro Fahrt Zambezi Region Namibia
  • Nilpferd im Bwabwata Nationalpark Namibia

Nord-Osten: Die Nationalparks – Bwabwata, Mahangu, Mudumu, Nkasa Rupara (Mamili)

Die Nationalparks im Nord-Osten Namibia’s sind spektakuläre Kleinode. Sie sind wenig bekannt und längst nicht so besucht wie zum Beispiel der Etosha Nationalpark. Aber über die Erlebnisse hier werden Sie wahrscheinlich Ihren Enkeln erzählen.

Das Besondere sind die grossen Herden, die hier noch immer zwischen den Ländern der Menschen (Angola, Botswana, Namibia, Sambia) umherziehen. Elefantenherden überqueren regelmässig den Linyanti zwischen Botswana und Namibia, wie sie es seit Urzeiten tun.

Sie werden es nie vergessen, wenn sie einmal nahe einer solchen Herde im Busch gestanden haben: das Grummeln ihrer Bäuche, das Trompeten, wie sie den Rüssel nach oben krümmen um den Geruch der Menschen besser wahrzunehmen, wie sich eine Büffelherde aus Dagga Boys (oft übellaunigen alten Bullen) von der anderen Seite nähert – und sie sind mittendrin in diesem Spektakel aus früherer Zeit. Wenn über einem afrikanischen Fluss die Sonne untergeht und Sie die Hippos im Fluss grunzen hören, werden Sie über das Leben nachdenken und was Menschen daraus gemacht haben.

All diese Parks – Bwabwata, Mahangu, Mudumu, Nkasa Rupara –  unterscheiden sich grundlegend von Etosha. Nicht nur, weil es hier mehr Wasser gibt und in den Parks sogar Flüsse fliessen.

In und um diese Parks leben Menschen. Der Bwabwata Nationalpark ist einzigartig, weil er es sogar fördert, dass Menschen und wilde Tiere, also auch Elefanten, Büffel, Löwen und sogar Wilde Hunde, sich den Lebensraum teilen. So wie es schon vor der Ankuft der Weissen war. Hier muss irgendwann das Paradies gelegen haben.

Daher führen durch all diese Parks auch öffentliche Strassen. Die Strasse durch den Bwabwata Nationalpark führt nach Katima Mulilo und zu den Grenzübergängen nach Zambia und Botswana bei Shesheke und Ngoma Bridge. Es gibt keine Zäune und keine Eingangstore. Verlässt man die öffentliche Strasse, besucht man den Park und muss daher vorab an einem der Büros Eintritt bezahlt haben.

Es gibt keine bzw wenige Unterkünfte in den Parks, aber rundherum gibt es schöne Lodges und Campingplätze.

Auf einer Rundreise Windhoek über Maun zurück nach Windhoek haben Sie ein ultimatives Afrika-Erlebnis (wenn Sie ausreichend Zeit dafür haben!).

Eine andere Alternative ist eine Reise von Windhoek nach Victoria Falls in Zimbabwe oder Livingstone in Zambia.

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